Die Kriegsjahre brachten natürlich auch für die Feuerwehr schwere Zeiten mit sich. Gleich zu Kriegsbeginn wurde Zugführer Kurt Blöcker zur Wehrmacht eingezogen. Auf amtliche Anweisung hin, mussten die Kameraden eine Metallsammlung im Ort durchzuführen. 1940 wurde die Sollstärke der Freiwilligen Feuerwehr Stein auf 27 Mann angehoben und 18 Männer wurden als Pflichtfeuerwehrleute verpflichtet. Bei feindlichen Einflügen hatten Freiwillige und Notdienstverpflichtete Dienst als Beobachter zu leisten.
Auf Geheiß übergeordneter Stellen war im Jahr 1943 der Feuerschutz im Bezirk zu verstärken und die Anschaffung eines Leichtlöschgerätes (800l Spritze mit Wagen) zu tätigen. Die Kosten von 15.000RM hierfür waren zum Teil aus dem Bezirk selbst aufzubringen. Mit einem Appell an den Opfersinn der Einwohner wurde eine Zwangsumlage mit folgenden Richtsätzen erhoben:
Landwirtschaftliche Betriebe - 25% der Jahresgrundsteuer übrige Grundstücke - 25% des Grundsteuermessbetrages / mind. 30RM Mieter bzw. Einwohner - mind. 20RM
Die Zeichnungsliste enthielt 81 Namen, ein Betrag von 3.716RM kam zusammen.
Im August 1944 brach in Stein zweimal Feuer aus durch abgeworfene Brandbomben. Die Scheune des Bauern Wulff war eins der getroffenen Objekte.
Mit dem Kriegsende kam vermutlich auch die Freiwillige Feuerwehr zum Erliegen. Die Bevölkerung trauerte um die im Krieg Gefallenen oder wartete auf die Rückkehr der Männer aus der Gefangenschaft. Die ersten Flüchtlinge kamen an. Die Zeit der Besatzung begann, englische Soldaten quartierten sich in Stein ein. 2000 Soldaten, ehemalige Wehrmachtsangehörige, wurden in Stein interniert.
Am Pingssünnabend 1947 brach in Stein ein Großfeuer aus, eine Scheune von Willi Klindt brannte. Niemand wusste, wo die "Spritze" war. Erst nach längerer Suche und Herumfragen wurde sie in einem Schuppen des damaligen Bürgermeisters Börnsen gefunden. Der Grund für die dortige Unterbringung war folgender: Das ehemalige "Spritzenhaus", ein Holzbau, war von einem Lastwagen angefahren worden und schwer beschädigt. Anschließend war er (von Spitzbuben?) zerlegt und vermutlich verheizt worden. Der Hof von Willi Klindt brannte vollständig nieder.